Einsatz für Geflüchtete

Wie ist die Gemeinde kirchlich angebunden? Wann und wie hat sie sich interkulturell geöffnet?

Die Hoffnungskirche Heidelberg gehört zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Als Gemeinde einer internationalen Universitätsstadt gehen in unserer Gemeinde seit Jahrzehnten Menschen aus vielen Ländern ein und aus. Im Zuge der Flüchtlingskrise 2015/2016 ist die Gemeinde aktiv geworden, um der akuten Not zu begegnen. Zunächst hat sie eine Kinderbetreuung im großen Ankunftszentrum aufgebaut und Geflüchtete in ihre Gottesdienste mit anschließenden Mittagessen und individuellen Hilfeleistungen eingeladen. Inzwischen hat sich die Arbeit auf die Hilfe, Integration und Glaubensvermittlung von Einzelpersonen und Familien verlagert, von denen einige inzwischen getaufte Gemeindemitglieder sind. Ein echtes Geben und Nehmen entwickelt sich immer deutlicher. Mehrere erfolgreich durchgeführte Kirchenasyle haben „das Herz“ der Gemeinde berührt und verändert.

Ein gemeinsam durchgeführter Leitbildprozess im Jahr 2016 hat die interkulturelle Offenheit im 3. Leitsatz so ausgedrückt:

„Wir bieten Menschen, die fern ihrer Heimat sind, ein Zuhause. Menschen aus vielen Ländern und Kulturen fühlen sich der Hoffnungskirche zugehörig. Wir heißen Flüchtlinge willkommen, die vorübergehend oder dauerhaft in Heidelberg leben. Wir versuchen, ihrer Not zu begegnen und ihnen das Ankommen zu erleichtern.“

Besteht die Gemeindeleitung aus Zugewanderten und Einheimischen?

Nein, so weit ist die Gemeinde noch nicht. Dies wird hinsichtlich der leitenden Mitarbeiter und der Gemeindeleitung aber mittelfristig angestrebt.

Wie gestaltet die Gemeinde ihre Gottesdienste und anderen Angebote interkulturell?

Menschen aus verschiedenen Nationalitäten werden in die Gottesdienstgestaltung einbezogen. Sie beteiligen sich beim Austeilen des Abendmahls, bei Lesungen und Gebeten. Übersetzungen in andere Sprachen (vor allem Farsi und Arabisch), die regelmäßig angeboten worden sind, mussten leider aus Mangel an Mitarbeitenden ausgesetzt werden. Das anschließende Kirchenkaffee ist ein gut genutzter gemeindlicher und somit auch multikultureller Treffpunkt.

Mitglieder und Freunde der Gemeinde haben durch eine langfristige Begleitung „Patenschaften“ für Geflüchtete übernommen. Bei unseren letzten Gemeindefreizeiten nahmen Menschen aus mehr als einem Dutzend Nationalitäten teil, davon auch viele Geflüchtete. Eine wunderbare Erfahrung von Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg, die so nur durch Jesus Christus möglich ist.